Musikverein Meckesheim e.V.
 
Mitglied des Blasmusikverbandes Rhein-Neckar e.V.
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Klarinette

 

Die Klarinette ist ein transponierendes Musikinstrument aus der Familie der Holzblasinstrumente. Sie hat eine vorwiegend zylindrische Bohrung und ist mit einem Mundstück mit einfachem Rohrblatt ausgestattet. Der Name des Instruments („kleines Clarino“) wird darauf zurückgeführt, dass sie im hohen Register ähnlich klingt wie die hohe Clarin-Trompete, deren Funktion sie auch im 18. Jahrhundert teilweise einnahm.

Bestandteile der Klarinette:

 

Material
Die Klarinette wird aus Grenadillholz hergestellt und verfügt über min. 16 versilberte Klappen.

Geschichte
Schon in der Antike wurden verschiedene Instrumente mit einfachem Rohrblatt verwendet, die Klarinette selbst entwickelte sich aus dem Chalumeau, das seinerseits aus Blockflöten entstanden sein dürfte, die mit einem anderen Mundstück versehen wurden. Das Chalumeau hatte noch keine Überblaseklappe und war daher auf einen Tonumfang von etwa eineinhalb Oktaven in der Alt-Lage beschränkt. Ähnlich der Blockflöte hatte es acht Grifflöcher, manchmal eine oder zwei Klappen, und chromatische Noten konnten nur mit Hilfsgriffen gespielt werden. Um 1700 begannen deutsche Instrumentenbauer das Chalumeau weiter zu entwickeln. Die bedeutendste Errungenschaft auf dem Weg zur Klarinette gelang dem deutschen Instrumentenbauer Johann Christoph Denner. Seine Weiterentwicklung der Chalumeau war die, dass er ein Instrument anfertigte, das mit einer Zusatzklappe zum Überblasen versehen war. Im Jahre 1812 entwickelte Ivan Müller, ein russischer Klarinettist, ein neuartiges Polster aus Leder, das das Loch erstmals luftdicht abdeckte. Er baute eine Klarinette mit sechs Grifflöchern und dreizehn Klappen, die in fast jeder Tonart ohne Probleme gespielt werden konnte. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden diesem System, das weltweit Anklang fand, noch weitere Zusatzklappen hinzugefügt. Hyacinthe Klosé entwarf 1839 eine völlig neue Anordnung der Löcher und Klappen, die stark von den von Theobald Böhm erstellten Berechnungen beeinflusst war, die dieser auf den Bau der Querflöte angewandt hatte. Nach ihm benannte er seine Erfindung auch Boehm-System. Da diese Griffweise völlig neuartig konzipiert war und die das Müller-System gewohnten Musiker komplett umlernen mussten, setzte es sich jedoch nur langsam durch. Mittlerweile aber ist die Böhmklarinette, vom deutschen Sprachraum abgesehen, das internationale Standardinstrument.

Blasorchester
In Blasorchestern und Militärkapellen wird die Klarinette für schnelle Solopassagen verwendet. In Blasmusikbearbeitungen symphonischer Werke übernehmen die in zwei oder mehr Gruppen geteilten Klarinetten häufig die Geigenstimmen. Sie spielen dort weitgehend in ihrem oberen Tonbereich, in dem sie sich leicht von den anderen Instrumenten abheben.

Unterricht
Empfohlen, wird mit ca. 10 Jahren anzufangen, da man dafür schon eine bestimmte Körpergröße braucht! Natürlich gibt es auch die Möglichkeit mit einer kleineren Klarinette, als mit der üblichen B-Klarinette, zu beginnen.

Klarinetten in verschiedenen Größen:

Quelle: http://de.wikipedia.org - www.die-klarinette.de

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© Frank Geißler 2006